Krafttraining oder Plyometrie für Läufer: Was passt zu dir?
Wähle Krafttraining oder Plyometrie als Ergänzung zum Laufen nach deinem Ziel, deiner Erfahrung und den verfügbaren Geräten. Gewichtstraining und Sprungübungen sind unterschiedliche Aufgaben. Eine bessere Laufökonomie bedeutet außerdem nicht automatisch eine schnellere Wettkampfzeit. Kläre deshalb zuerst, was du trainieren möchtest, welche Bewegungen du beherrschst und was neben dein Lauftraining passt. Hier findest du die Forschung und eine Entscheidungshilfe, ohne einen Sieger für alle Läufer zu erklären (Eihara et al., 2024).
Was vergleichst du eigentlich?
Beim Krafttraining wählst du eine Übung und eine einstellbare äußere Last, etwa Beinpresse, Wadenheben oder eine andere geeignete Kraftübung. Bei der Plyometrie geht es um einen schnellen Absprung nach einem kurzen Übergang aus der Landung oder Ausholbewegung. Ausführung und Sprungform gehören deshalb zur Auswahl; allein „mehr Wiederholungen“ beschreibt die Aufgabe nicht ausreichend.
Die folgende Vergleichsstudie stellte unter anderem Beinpresse und Beinbeugerübungen verschiedenen Sprungformen gegenüber. Sie verglich keinen beliebigen Heimzirkel mit einer beliebigen Sprungchallenge (Eihara et al., 2024). Einzelne Übungen erklärt bereits der Leitfaden zu Hamstringübungen für Läufer.
Was sagt die Forschung zur Laufökonomie?
Laufökonomie beschreibt den Energiebedarf bei einer bestimmten submaximalen Laufgeschwindigkeit. Eine Übersichtsarbeit mit Mittel- und Langstreckenläufern fand mögliche Verbesserungen durch schweres Krafttraining und Plyometrie. Dabei spielte unter anderem die untersuchte Geschwindigkeit eine Rolle. Daraus folgt keine persönliche Tempogrenze, oberhalb derer du zwingend Gewichte verwenden musst (Llanos-Lagos et al., 2024).
Eine frühere Metaanalyse sprach im Durchschnitt stärker für schweres Krafttraining als für Plyometrie. Die unterschiedlichen Studienprogramme geben dir jedoch weder deine Übungen noch dein Einstiegsgewicht vor (Eihara et al., 2022).
Ein kleiner direkter Vergleich teilte zwanzig Freizeitläufer mittleren Alters in zwei Gruppen auf. Zehn Wochen lang ergänzten sie ihr Lauftraining durch Kraft- oder Sprungtraining. Beide Gruppen verbesserten die Laufökonomie, ohne nachweisbare Verbesserung der Fünfkilometerzeit. Eine Kontrollgruppe mit ausschließlich Lauftraining fehlte. Das Ergebnis hilft, Messgrößen auseinanderzuhalten; es beweist keine Gleichwertigkeit beider Methoden für alle Menschen (Eihara et al., 2024).
Welche Wahl passt zu deinem Ausgangspunkt?
Diese Tabelle ist eine redaktionelle Entscheidungshilfe, kein getestetes Trainingsprotokoll. Gehe sie durch, bevor du eine Einheit ergänzt. Wähle zunächst eine machbare Aufgabe; Umfang und Zeitpunkt gehören in deinen individuellen Plan.
| Dein Ausgangspunkt | Praktische Entscheidung | Zuerst klären |
|---|---|---|
| Du kennst Kraftübungen und hast passende Geräte | Besprich einen gezielten Kraftblock mit vertrauten Bewegungen | Welche Übung, Last und Ausführung kannst du wiederholen? |
| Du möchtest Sprungfertigkeiten üben | Wähle passende Plyometrie mit Anleitung bei unbekannten Landungen | Welche Sprungform, welcher Untergrund und welche Ausführungsqualität sind gemeint? |
| Beide Methoden sind neu | Lerne zunächst eine Aufgabe | Ist Technikanleitung verfügbar und passt die Einführung neben das Laufen? |
| Dein Laufplan ist bereits schwer einzuhalten | Prüfe deine Kapazität, bevor du weitere Belastung ergänzt | Welche bestehende Trainingseinheit hat Vorrang? |

Illustration eines Kraftgeräts. Das Bild schreibt weder Fußposition noch Trainingsgewicht vor und zeigt keine Plyometrie. Zur gesonderten Gerätefrage lies, was die Beinpresse für das Hamstringtraining bedeutet.
Baue deinen Nordic Curl von der ersten Wiederholung bis Woche 10 auf.
Ein konkreter Plan auf 7 Seiten: Woche für Woche aufbauen, ohne zu schnell zu steigern.
- 01Klare Steigerung von Woche zu Woche
- 02Technik und vermeidbare Fehler
- 03Ein einfaches Trainingsprotokoll
≤51%
✓Wissenschaftlich fundiert
Van Dyk et al., 2019: Metaanalyse von Programmen mit NHE. Keine Wirksamkeitsprüfung von Nordbelt oder diesem Plan.
Öffne die Downloadseite erneut oder prüfe unsere E-Mail.
Downloadseite öffnen ↗Brauchst du zusätzlich Nordic Curls?
Die Methodenwahl ist kein Grund, automatisch eine weitere Hamstringübung hinzuzufügen. Prüfe zuerst, was dein Kraftblock bereits enthält. Ein Nordic Curl ist eine eigene Übung und ersetzt nicht alle besprochenen Gewichte oder Sprünge. Die Erklärung des Nordic Hamstring Curls hilft bei dieser gesonderten Entscheidung.
Möchtest du zusätzlich einen geeigneten beidbeinigen Nordic Curl zu Hause ausführen, bietet Nordbelt für zu Hause eine stabile Knöchelfixierung ohne Trainingspartner oder großes Gerät. Ein geeigneter, sicherer Ankerpunkt und freier Bewegungsraum bleiben nötig. Das Hilfsmittel löst die Befestigungsfrage; die Methodenwahl erfordert keinen Kauf und das Produkt verspricht keine schnellere Laufzeit.

Befestigungsdetail: Der vollständige Aufbau und ein ausgeführter Nordic Curl sind nicht zu sehen. Prüfe deinen Ankerpunkt anhand der Anleitung für den Aufbau zu Hause.
Mache deine nächste Entscheidung nachvollziehbar
Schreibe vor einem neuen Block auf, was du lernen oder beobachten willst. „Mein Krafttraining regelmäßig durchführen“ ist eine andere Frage als „fünf Kilometer schneller laufen“. Notiere bei Kraftübungen Ausführung und Last. Halte bei Sprüngen Sprungform, Untergrund und die Einhaltung der vereinbarten Ausführung fest. Nur Müdigkeit zu notieren macht diese Aufgaben nicht vergleichbar.
Beobachte außerdem, ob deine wichtigen Laufeinheiten machbar bleiben. Ein einzelner leichter wirkender Dauerlauf belegt keine verbesserte Laufökonomie; dafür braucht es standardisierte Messungen. Notiere beim Vergleich von Wettkampfzeiten auch Strecke und Bedingungen. Dein Trainingstagebuch unterstützt Entscheidungen, ist aber kein kontrolliertes Experiment und kann Veränderungen nicht einer einzelnen Methode zuschreiben.
Für Grundlagen-, Spitzen- und Taperphasen gibt es den Leitfaden zum Krafttraining während der Marathonvorbereitung. Hier wählst du die Aufgabe, keinen zweiten Wochenplan. Nimmt ein Schmerz zu oder verändert er deine Bewegung, beende die betreffende Übung und lass die Beschwerden beurteilen.
Beispiel: ein Läufer mit Erfahrung im Fitnessstudio
Ein fiktiver Läufer kennt Beinpresse und Wadenheben, hat Zugang zum Studio und möchte einen wiederholbaren Kraftblock. Zunächst bespricht er, wie er seine vertrauten Übungen fortsetzen kann. Einen Sprungzirkel hinzuzufügen, weil er „mehr wie Laufen aussieht“, verbessert die Wahl nicht automatisch. Konkret verfolgt er das bekannte Krafttraining und hält getrennt fest, wie das Laufen verläuft. Eine erwartete Zeitverbesserung gehört nicht zu diesem Beispiel.
Beispiel: eine Läuferin möchte springen lernen
Eine andere fiktive Person möchte mit einem Coach eine einfache Sprungform lernen. Das erste Lernziel ist die Ausführungsqualität. Höhere Sprünge, mehr Wiederholungen und schwereres Krafttraining gleichzeitig würden unklar machen, was sich verändert hat. Deshalb vereinbart sie eine Aufgabe und bewertet diese, bevor das Programm wächst. Das ist weder eine nachgewiesene Progression noch eine Landeanleitung oder Erlaubnis, trotz Beschwerden weiterzuspringen.
Häufig gestellte Fragen
Ist schweres Krafttraining immer besser als Plyometrie?
Nein. Eine Metaanalyse sprach im Durchschnitt stärker für schweres Krafttraining, doch Gruppen und Programme unterschieden sich. Dieser Durchschnitt entscheidet nicht, welche Methode du beherrschst oder unterbringen kannst. Betrachte die Forschung zusammen mit deinem Ausgangspunkt und Ziel, ohne aus einem Gruppenergebnis einen allgemeinen Sieger abzuleiten (Eihara et al., 2022).
Bedeutet bessere Laufökonomie, dass ich schneller laufe?
Nicht automatisch. In der Studie mit Freizeitläufern mittleren Alters verbesserte sich die Laufökonomie, während sich die Fünfkilometerzeit nicht nachweisbar änderte. Eine gemessene Zwischenwirkung und Wettkampfleistung sind unterschiedliche Ergebnisse. Auch ein höheres Trainingsgewicht allein beweist keine schnellere Laufzeit (Eihara et al., 2024).
Kann ich beide Methoden kombinieren?
Das kann Teil eines individuellen Plans sein, aber du musst nicht beides tun, um diese Entscheidungshilfe zu nutzen. Gib jeder Aufgabe ein Ziel und prüfe, was neben dem Laufen machbar bleibt. Sind beide Methoden neu, kläre zuerst, welche du lernen möchtest und wie die Ausführung beurteilt wird. Diese Seite gibt keinen kombinierten Trainingsumfang vor.
Soll ich sofort mit nahezu maximalen Gewichten beginnen?
Nein. Eine Belastungskategorie aus einer Studie ist kein Einstiegsgewicht für dich. Du brauchst geeignete Übungen, Technik und einen individuellen Aufbau. Lauferfahrung zeigt nicht, welche Gewichte du beherrschst. Lass bei einer neuen Übung Ausführung und Belastung beurteilen, statt einen Studienprozentsatz direkt zu übernehmen.
Ersetzen Nordic Curls Sprungübungen?
Nein, es sind unterschiedliche Aufgaben. Wähle einen Nordic Curl nur, wenn diese separate Übung für die Kniebeuger in deinen Plan passt. Er ersetzt weder eine plyometrische Aufgabe noch ein vollständiges Kraftprogramm. Umgekehrt musst du keine Nordic Curls ergänzen, nur weil du mit Sprungtraining beginnst.







